Klimaanpassungsindikatoren
Kennzahlen, die beschreiben, wie stark ein Ort Hitze, Starkregen oder Dürre ausgesetzt ist und wie gut er damit umgehen kann, in planungsrelevantem Maßstab.
Klimaanpassungsindikatoren beschreiben, wie stark ein Ort einem Klimarisiko ausgesetzt ist und wie gut er es abfedern kann. Die verbreiteten decken Hitze, Starkregen und Dürre ab: Oberflächen- und Lufttemperatur, nächtliche Abkühlung, Verschattung, Baumkronenanteil, Versiegelungsgrad, Grünflächen in Reichweite.
Sie sind nötig, weil Anpassung örtlich wirkt, anders als Klimaschutz. Emissionen lassen sich national bilanzieren, Hitze und Überflutung treten in bestimmten Straßen auf. Ein Indikator ist deshalb nur brauchbar, wenn er im Maßstab einer Planungsentscheidung auflöst: Stadtteil, Baublock, teils Grundstück. Genau das macht sie anspruchsvoll, denn die Daten müssen fein genug sein, um den Unterschied zwischen der einen und der anderen Straßenseite zu zeigen.
Die schwierigere Frage ist, was danach mit ihnen geschieht. Viele Städte veröffentlichen Indikatoren inzwischen als Karten, Dashboards und Sensordaten, und nur ein Teil davon wird zur Grundlage einer Entscheidung. Die, bei denen es gelingt, teilen meist zwei Eigenschaften: einen Schwellenwert, der Orte ausweist statt Zustände zu beschreiben, wie beim Defizitgebiet, und eine benannte Stelle, in deren Verfahren der Indikator einfließt.