Bodenversiegelung
Die Abdeckung von Boden mit wasserundurchlässigem Material. Ein zentraler Indikator für Hitze und Starkregenrisiko.
Bodenversiegelung ist die Abdeckung von Boden mit Material, das Wasser nicht durchlässt: Asphalt, Beton, Gebäude. Der betroffene Anteil einer Fläche ist der Versiegelungsgrad, meist angegeben als Prozentwert eines Stadtteils oder eines Grundstücks.
Sie wirkt auf zwei Klimarisiken gleichzeitig. Versiegelter Boden kann Regen nicht aufnehmen, das Wasser fließt ab statt zu versickern, und genau daraus wird bei Starkregen eine örtliche Überflutung. Versiegelte Oberflächen speichern außerdem Wärme und geben sie ab, was zu einem großen Teil erklärt, warum dichte Quartiere nachts wärmer bleiben als ihr Umfeld.
Für die Analyse ist die Unterscheidung zwischen vollständig versiegelten und permeablen Oberflächen entscheidend. Schotter, Rasengittersteine und wasserdurchlässige Pflasterung liegen dazwischen, eine reine Ja-Nein-Karte überzeichnet das Problem an einer Stelle und unterzeichnet es an anderer. Welche Kategorien verwendet werden, gehört genannt, denn der Prozentwert in der Überschrift hängt vollständig davon ab, wo die Grenze gezogen wurde.