Geodatenanalyse
Die Methoden, die den Ortsbezug von Daten nutzen, um Muster zu finden: was sich häuft, was nahe beieinander liegt, was erreichbar ist.
Geodatenanalyse, auch räumliche Analyse, ist der Teil der Arbeit mit Geodaten, in dem Fragen gestellt werden, die nur wegen des Ortsbezugs Sinn ergeben. Nicht wie viele, sondern wo, wie geballt, wie nah, wie erreichbar.
Die Methoden lassen sich in einige Familien einteilen. Nähe und Erreichbarkeit fragen, was von einem Punkt aus erreichbar ist, dazu gehören Einzugsgebiete und Reisezeiten. Überlagerung fragt, was innerhalb welcher Fläche liegt, so wird ein Überschwemmungsgebiet mit einem Gebäudelayer verschnitten. Aggregation fasst viele Punkte zu Flächen zusammen, aus tausenden Einzeldatensätzen wird ein sichtbares Muster. Clustering prüft, ob ein Muster tatsächlich vorhanden ist oder ob eine solche Gruppierung auch zufällig zu erwarten wäre.
Der praktische Wert: räumliche Muster sind in einer Tabelle meist unsichtbar. Ein Datensatz kann zeigen, dass die Versorgung im Mittel ausreicht, während dieselben Daten auf der Karte zeigen, dass sie sich auf drei Stadtteile konzentriert und in sechs anderen fehlt. Der Mittelwert war nie falsch. Er war nur nicht die Antwort auf die Frage, die jemanden interessiert hat.