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Geoinformationssystem (GIS)

Software zum Speichern, Analysieren und Kartieren von Daten mit Ortsbezug. Damit lässt sich fragen, wo etwas passiert, und nicht nur wie viel.

Ein Geoinformationssystem, kurz GIS, ist Software für Daten mit Ortsbezug. Es speichert diese Daten, analysiert sie und stellt sie als Karte dar. Entscheidend ist, dass der Ort Teil der Daten ist und nicht nur eine Beschriftung darüber. Deshalb sind räumliche Fragen möglich: was liegt in der Nähe, was liegt innerhalb, wie weit ist es von hier nach dort.

Ein GIS hält Daten in Layern. Ein Layer enthält Straßen, ein anderer Schulen, ein dritter die Bevölkerung je Zensuszelle. Weil alle Layer dasselbe Koordinatenbezugssystem teilen, lassen sie sich kombinieren, und in der Kombination liegen die Antworten. Straßen plus Schulen plus Bevölkerung ergeben, wie viele Kinder im Umkreis von zehn Gehminuten einer Schule wohnen. Keiner der drei Layer sagt das allein.

GIS war lange Desktop-Software, die installiert und gepflegt werden musste. Viel davon läuft heute im Browser, und genau das bedeutet WebGIS.