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Aktive Mobilität

Fortbewegung aus eigener Kraft, vor allem zu Fuß und mit dem Rad, einschließlich Pedelec, Rollstuhl und Tretroller.

Aktive Mobilität bedeutet Fortbewegung aus eigener Kraft: zu Fuß, mit dem Fahrrad und mit allem dazwischen, also auch Pedelec, Rollstuhl, Tretroller und Kinderwagen. Diese Verkehrsarten bilden eine Kategorie, weil sie das teilen, worauf es in der Planung ankommt: die Empfindlichkeit gegenüber dem Umfeld, durch das sie sich bewegen.

Wer Auto fährt, merkt eine fehlende Querung, drei Meter Steigung oder einen Umweg von fünf Minuten kaum. Wer mit Kinderwagen zu Fuß geht oder mit einem Kind Rad fährt, merkt alle drei und lässt den Weg oft ganz. Deshalb braucht die Analyse aktiver Mobilität ein feineres Netz als die Analyse des Autoverkehrs: Fußwege, Querungen, Treppen, Oberfläche, Steigung und die Frage, ob ein Radweg geschützt oder nur aufgemalt ist.

Zugleich ist es in den meisten Städten der größte Anteil der Wege, sobald kurze Wege mitgezählt werden, und der Anteil, der am stärksten auf Infrastrukturentscheidungen reagiert. Ein geschützter Radweg oder eine neue Querung kann entscheiden, ob eine Route überhaupt genutzt wird. Beim Straßenausbau gilt das selten.

Neben dem planerischen steht das gesundheitliche Argument: aktive Mobilität ist emissionsfrei, verringert die Abhängigkeit vom Auto und senkt das Risiko von Fettleibigkeit und Herz-Kreislauf-Erkrankungen.